Archiv der Kategorie ‘Social Media‘

 
 

Firefox Personas für einen guten Zweck

Seit der neuen Firefox-Version gibt es ja nicht nur Themes, sondern auch sogenannte Personas. Im Grunde sind das nur zwei Bilder, die dann über die Kopf- und Fußleiste vom Browser gelegt werden. Die ganze Sache ist also total einfach selbst zu machen und dementsprechend gibt es natürlich auch schon Hunderte davon.

Neben schönen Naturbildern oder Fan-Personas gibt es auch eine Rubrik namens “Causes” wo sich im weitesten Sinne politische Themen tummeln. Im weitesten Sinne meint, dass von der FDP bis hin zu “Marijuana Leaves” dort so ziemlich alles vertreten ist. Dies gilt natürlich auch für Umweltthemen. Eine kurze Recherche ergab, dass Greenpeace und der WWF hier mehrfach vertreten sind, ebenso wie Oxfam Mexiko. Trotzdem ist da sicherlich noch potential und über die “Share with friends” Funktion hat das ganze sogar eine “social” Komponente.

Chile!

Ja, ich bin dem Schnee entkommen und befinde mich zur Zeit in Santiago de Chile (blauer Himmel, Shorts, T-Shirt und Flip Flops). Hier mache ich einen Workshop zu Nachhaltigkeitskommunikation im Web 2.0 im Rahmen der Sommeruniversität der Universidad Internacional.  In diesem Zusammenhang kann ich die spanisch-sprechenden unter uns schon mal auf unser Blog hinweisen, das wir im Rahmen unserer Aktivitäten aufgesetzt haben. Dort wird es demnächst den ein oder anderen Film aus den letzten Jahren zu sehen geben und wer sich einen Eindruck von der Arbeit der Sommeruniversität verschaffen möchte, der ist dort auch gut aufgehoben.

Ich persönlich bin zum ersten mal seit fast 6 Jahren wieder in Lateinamerika und es gefällt mir mal wieder unglaublich gut!  Und sogar mein spanisch ist wieder so einigermaßen zurückgekehrt.

Kategorie: How to Video – Greenaction

Sonntags hat man ja manchmal ein bisschen Zeit, und da habe ich mal wieder bei Greenaction vorbeigeschaut. Auch um zu sehen, was in den Kampagnen jetzt nach dem gescheiterten Klimagipfel passiert. Dabei bin ich einmal auf die Twitterwall gestoßen, die ich schon mal ganz cool fand und dann auf den Blog, wo eine recht interessante Anleitung für die Kampagnenarbeit zu lesen war.
Außerdem, und damit sind wir mal wieder beim Film, zeigt die Anleitung zu Greenaction, wie man mit ganz wenig Technik und Aufwand ein nettes Video hinbekommt. Dies zeigt einmal mehr, Video in die eigenen Kommunikation zu integrieren muss nicht schwer sein, man muss nur ein paar Ideen haben – aber das war ja bekannt.

Natur meets Cyberspace

ist eigentlich nicht ganz richtig, sollte man wohl doch eher von einer Art (abgespeckten) Augmented Reality.  sprechen. Der Traum von virtuellen Parallelwelten a la Gibson und Matrix wird zwar vielleicht noch irgendwie bei Second Life weitergeträumt, aber mit dem mobilen Internet und GPS verschneidet sich die Realität zunehmend mit der virtuellen Welt. Vor kurzem haben ja mobile Applikationen von sich reden gemacht, die andere Menschen in unserer Nähe vor-auswählen, damit man nicht Zeit mit Leuten verschwendet, mit denen man nichts gemeinsam hat. Und in der Werbung sieht man ja auch schon mal, dass man etwas sieht (meistens natürlich ein Produkt), mit dem Handy draufzeigt und zusätzliche Informationen bekommt.

Nun gibt es so etwas Ähnliches für den Klimawandel. Beim Jungfrau Klimaguide leiht man sich ein Iphone mit spezieller Applikation und GPS und begibt sich auf eine von sieben Routen. Ist man an bestimmten Stationen angekommen gibts vom Iphone Bilder, Videos oder was zum Hören.  Ganz ähnlich auch der Feldberg-Hosentaschenranger. So bekommt man Natur und gleichzeitig Zusatzinformationen – wie im Museum. Umweltbildung mit neuen Medien und trotzdem in der Natur. Dafür könnte ich mir noch viele andere Einsatzmöglichkeiten vorstellen. Zum Beispiel Pflanzen- oder Vogelrufbestimmung per Iphone (geht bei Musik doch auch), Schadstoff-Mess-Stationen, die Belastungswerte weitergeben (kann ich hier schwimmen, wie viel Feinstaub ist in der Luft), Straßen, die Autos vor Krötenwanderungen warnen, Brutgebiete die um Ruhe bitten, interaktive Guides, die die regionale Tierwelt erklären…

Ist das dann gut, weil Natur auch für die Handygeneration aufgearbeitet wird und die auch mal rausgelockt werden, oder schlecht, weil man Natur eigentlich direkt genießen und erfahren sollte?

Demokratie in Online-Communities?

Das Internet war ja besonders in seinen Anfängen geprägt von großen Hoffnungen auf eine demokratischere Gesellschaft. Unter Begriffen wie Cyberdemokratie, elektronische Demokratie oder E-Democracy ging es darum, das politische System offener und effizienter zu machen bis hin zu Vorstellungen von einem vollkommen neuen und freien Informations- und Kommunikationsraum. Dann kam die Kommerzialisierung, der Dot-Com Crash und nun schließlich das Web 2.0, wo viele alte Hoffnungen wieder aufleben zumal sich das Internet (bzw. WWW) nun wirklich als Massenphänomen durchgesetzt hat.

Die Konsequenzen kennen wir: Tausende Menschen bevölkern Community-Plattformen wie StudiVZ, MySpace, Wer-kennt-wen, Orkut, facebook, oder in Richtung Nachhaltigkeit z.B. Utopia. Die Nutzung erfolgt aus unterschiedlichsten Motiven, aber in jedem Fall entsteht durch die Nutzer Content und sie hinterlassen persönliche Informationen.

Im Gegensatz zu früheren Communities bewegen die Nutzer sich auf diesen Plattformen nicht anonym, unter Pseudonymen, sondern stellen in der Regel reale Informationen bereit. Cyberspace ist nicht so sehr etwas wo man eintaucht und eine andere Rolle annimmt, mit Identitäten experimentiert.  Vielmehr verlagert sich das reale Leben ein Stück weit ins Virtuelle. Im Laufe einer solchen Online-Nutzung entstehen Inhalte, Netzwerke und persönliche Daten, deren Erstellung und Pflege viel Zeit und Energie kostet.

Dies wirft zunehmend die Frage danach auf, welche Rechte eigentlich die Nutzer auf diesen Plattformen haben. Hatte man lange Zeit das Gefühl, dieses Kleingedruckte gehöre gewissermaßen dazu und man muss eben bestimmte Rechte abtreten, scheint nun etwas Bewegung in diese Frage zu kommen, wie der Fall von Facebook zeigt: Hier stieß die Änderung der AGBs auf großen Widerstand seitens der Nutzer, woraufhin eine Art der Nutzerbeteiligung bei der Erstellung der AGBs eingeführt wurde (der Fall ist hier zusammengefasst). Eine wissenschaftliche Beurteilung fällt allerdings allerdings eher skeptisch aus. Die Autoren sehen sowohl die Inhalte als auch die (technische und administrative) Umsetzung kritisch.  Nichtsdestotrotz ist der Gedanke von demokratisch organisierten Communities in der Welt.

Natürlich bleibt fraglich, ob durch erhöhte Partizipation eine bessere, gerechtere Community entstehen würde (zu den Herausforderungen der Partizipation durch Social Media finde ich die Gedanken hier sehr schön). Vielleicht würden es ja bestimmte Auflagen für Community-Betreiber auch tun. Ich denke jedoch, einen Versuch ist es wert.  So könnten vielleicht Frustrationen der Nutzer vermieden werden. Und wer weiß, so ein partizipatives Grundverständnis könnte auch als Vorbild für Online-Aktivitäten von anderen Organisationen dienen.

Was hat das Ganze mit Nachhaltiger Entwicklung zu tun? Na, Partizipation und Nachhaltige Entwicklung gehören eng zusammen. Aber dazu ein andermal mehr.

Doku “Water makes money”

Ich bin ja ein Fan von Umwelt/Nachhaltigkeits – Filmen und nach dem Hinweis hier habe ich gleich auf der Website des Filmprojekts vorbeigeschaut (nur nebenbei: sieht nach Joomla aus – die mit ihrem favicon).  Die beiden FilmemacherInnen haben schon so einiges an dokumentarischen Filmen gedreht und stehen hinter der Produktionsfirma Kernfilm, die sich auch als Plattform für andere Filmemacher versteht.

Zurück zum aktuellen Film, da gibt es nämlich einen Trailer zu sehen (siehe unten). Für meinen Geschmack beginnt das Ganze etwas zu getragen, über die Bedeutung des Wassers. Aber dann lässt eine Fülle von Interviews, vor allem in Frankreich und Deutschland, erahnen, dass hinter diesem Film eine sorgfältige Recherche zu diesem brisanten Thema der Wasserprivatisierung steckt.

Also wer nen Euro übrig hat…

Goldener Windbeutel

och! und noch mehr och.

20 Jahre WWW

Vor 20 Jahren im März hat Tim Berners Lee, der Urvater des WWW seinen ersten Vorschlag in diese Richtung öffentlich gemacht.

Dies wurde gestern beim CERN, seinem damaligen Arbeitgeber gefeiert und es gibt eine kleine Webpräsenz zu diesem Anlass.

Change the Web Challenge

Die Initiative social actions hat es sich zur Aufgabe gesetzt, Informationen über Möglichkeiten zum Engagement zu sammeln und dann auf möglichst vielfältige Weise im WWW zu verteilen.

Hierzu wendet sie sich nun mit einem Wettbewerb an Webentwickler, in dem es darum geht, möglichst innovative Tools für Blogs, News-Sites etc. zu entwickeln. Man darf gespannt sein…