Archiv der Kategorie ‘Kurzmeldung‘

 
 

Firefox Personas für einen guten Zweck

Seit der neuen Firefox-Version gibt es ja nicht nur Themes, sondern auch sogenannte Personas. Im Grunde sind das nur zwei Bilder, die dann über die Kopf- und Fußleiste vom Browser gelegt werden. Die ganze Sache ist also total einfach selbst zu machen und dementsprechend gibt es natürlich auch schon Hunderte davon.

Neben schönen Naturbildern oder Fan-Personas gibt es auch eine Rubrik namens “Causes” wo sich im weitesten Sinne politische Themen tummeln. Im weitesten Sinne meint, dass von der FDP bis hin zu “Marijuana Leaves” dort so ziemlich alles vertreten ist. Dies gilt natürlich auch für Umweltthemen. Eine kurze Recherche ergab, dass Greenpeace und der WWF hier mehrfach vertreten sind, ebenso wie Oxfam Mexiko. Trotzdem ist da sicherlich noch potential und über die “Share with friends” Funktion hat das ganze sogar eine “social” Komponente.

Nachhaltiger Konsum als Designfrage

Gerade habe ich einen interessanten Artikel mit dem Titel “Overconsumption is just Bad Design” von Jonah Sachs (Mitgründer der Free Range Studios – ihr wisst schon, Store Wars, Meatrix etc.) gelesen. Seine Argumentation: Bis zu den 50er Jahren ging es bei Produkten noch um das Produkt an sich. Weil aber viel mehr Produkte hergestellt wurden als man kaufen konnte, fingen die Unternehmen an, statt Produkte Geschichten bzw. Marken zu verkaufen und so Konsum als identitätstiftende Lebensaufgabe zu etablieren.

Soweit so gut. Das Problem, welches er sieht ist, dass Konsum nicht glücklich macht. Und hier liegt die Chance für ein “Redesign”, welches einen Bewusstseinswandel hervorbringt. Als Beispiele nennt er “Story of Stuff“, “shareable.net” und “no impact man“. Wer noch etwas mehr von Sachs lesen möchte, der kann hier einen Blick auf sein Kapitel im aktuellen “State of the World 2010 Transforming Cultures” werfen (auf deutsch übrigens beim oekom Verlag unter dem Titel “Zur Lage der Welt 2010 – einfach besser leben” erschienen).

Chile!

Ja, ich bin dem Schnee entkommen und befinde mich zur Zeit in Santiago de Chile (blauer Himmel, Shorts, T-Shirt und Flip Flops). Hier mache ich einen Workshop zu Nachhaltigkeitskommunikation im Web 2.0 im Rahmen der Sommeruniversität der Universidad Internacional.  In diesem Zusammenhang kann ich die spanisch-sprechenden unter uns schon mal auf unser Blog hinweisen, das wir im Rahmen unserer Aktivitäten aufgesetzt haben. Dort wird es demnächst den ein oder anderen Film aus den letzten Jahren zu sehen geben und wer sich einen Eindruck von der Arbeit der Sommeruniversität verschaffen möchte, der ist dort auch gut aufgehoben.

Ich persönlich bin zum ersten mal seit fast 6 Jahren wieder in Lateinamerika und es gefällt mir mal wieder unglaublich gut!  Und sogar mein spanisch ist wieder so einigermaßen zurückgekehrt.

“Duell um das Gas” (Öko-Thriller Idee #1)

Umweltthemen passen eigentlich recht gut ins Thriller Genre (das hat sogar Steven Seagal begriffen). Da kam mir beim letzten auslandsjournal (zdf 13.01) bei einem Beitrag die Idee, dass man doch aus dem “Duell” zwischen Nordstream und Nabucco einen ziemlich guten Thriller machen könnte. Sabotage, Russland, Schnee, Korruption, Spionage, daraus lässt sich doch etwas machen, vielleicht im Stil von Syriana, nur eben in Europa.

Fernsehen vom Ökoinstitut

Und schon wieder ein Öko-TV im Internet. Bei Utopia bin ich über einen Film vom Ökoinstitut getolpert (komischerweise finde ich auf der Website keinen Hinweis auf das Ökoinstitut TV), bei dem ein expertenhaft aussehender Experte vor einem Monopoly-Spiel sitzt und anhand des (kapitalistischen) Spielprinzips klar macht, warum sich die Investition in einen teuren aber stromsparenden Kühlschrank lohnt.

“Was aber wenn ich doch das billige Teil kaufe und das Geld anlege?”, fragt ein Utopist und zweifelt damit an, dass das Geldsparargument wirklich stichhaltig ist. Und wirklich, die Botschaft ist vielleicht ein bisschen zu einfach gestrickt für die Mitglieder von Utopia.de. Auf dem YouTube-Channel, wo es für jeden zu sehen ist, gibt es aber keine Kommentare (und blos 167 Aufrufe). Die Frage, die für mich dann bleibt ist, wie man ein solches Video für Ökoneulinge im Internet am besten an den Mann (oder die Frau) bringt.

Kategorie: How to Video – Greenaction

Sonntags hat man ja manchmal ein bisschen Zeit, und da habe ich mal wieder bei Greenaction vorbeigeschaut. Auch um zu sehen, was in den Kampagnen jetzt nach dem gescheiterten Klimagipfel passiert. Dabei bin ich einmal auf die Twitterwall gestoßen, die ich schon mal ganz cool fand und dann auf den Blog, wo eine recht interessante Anleitung für die Kampagnenarbeit zu lesen war.
Außerdem, und damit sind wir mal wieder beim Film, zeigt die Anleitung zu Greenaction, wie man mit ganz wenig Technik und Aufwand ein nettes Video hinbekommt. Dies zeigt einmal mehr, Video in die eigenen Kommunikation zu integrieren muss nicht schwer sein, man muss nur ein paar Ideen haben – aber das war ja bekannt.

Aufstand für den Klimaschutz

Was wäre wenn das CO2 nicht unsichtbar wäre,  sondern etwas, dass wir sehen, fühlen oder riechen könnten, oder ein Lebewesen sogar? Für die  Kommunikation wäre dies sicher gut, sucht man hier doch immer nach Bildern, die Emotionen wecken. Stattdessen müssen wir hier den Umweg gehen über Temperaturkurven, Szenarien, vielleicht mal ein Stürmchen oder ein qualmender Schornstein:

… dies ist zumindest so, wenn man die Grenzen der Realität respektiert. In der Welt, die in diesem Spot gezeigt wird, ist das CO2 sehr lebendig und besitzt Eigenschaften, die man einerseits mit bösen Menschen (schubsen, Kinder “ärgern”) und andererseits mit Schädlingen (schnelle Vermehrung) assoziiert. Ein Cocktail aus schlechten Eigenschaften also, mit denen CO2 den Menschen das Leben schwer macht. Die Bürger werden so lange gepiesakt bis sich Widerstand formiert und dem CO2 recht gnadenlos den Kampf ansagt.

Lustig, wenn man diese Art von Humor mag. Der Spot ist im dokumentarischen Stil gemacht und bricht damit durch die lebenden, etwas albernen CO2 Figuren. Der zweite Bruch geschieht, als die Auseinandersetzung mit den CO2-Männchen unerwartet gewalttätig wird.

Die Message könnte vielleicht sein: “Menschheit vereine dich im Kampf gegen den Klimawandel”. Wobei dabei natürlich die lynchmobartige Form des gemeinsamen Vorgehens etwas fraglich ist. Daher ist der Spot vor allem dazu zu verstehen, Aufmerksamkeit zu erzeugen und ist mir allemal lieber als die nächste niedlich gemachte Erklärung zu den Mechanismen des Klimawandels. Website zum Film: Game Over CO2

Natur meets Cyberspace

ist eigentlich nicht ganz richtig, sollte man wohl doch eher von einer Art (abgespeckten) Augmented Reality.  sprechen. Der Traum von virtuellen Parallelwelten a la Gibson und Matrix wird zwar vielleicht noch irgendwie bei Second Life weitergeträumt, aber mit dem mobilen Internet und GPS verschneidet sich die Realität zunehmend mit der virtuellen Welt. Vor kurzem haben ja mobile Applikationen von sich reden gemacht, die andere Menschen in unserer Nähe vor-auswählen, damit man nicht Zeit mit Leuten verschwendet, mit denen man nichts gemeinsam hat. Und in der Werbung sieht man ja auch schon mal, dass man etwas sieht (meistens natürlich ein Produkt), mit dem Handy draufzeigt und zusätzliche Informationen bekommt.

Nun gibt es so etwas Ähnliches für den Klimawandel. Beim Jungfrau Klimaguide leiht man sich ein Iphone mit spezieller Applikation und GPS und begibt sich auf eine von sieben Routen. Ist man an bestimmten Stationen angekommen gibts vom Iphone Bilder, Videos oder was zum Hören.  Ganz ähnlich auch der Feldberg-Hosentaschenranger. So bekommt man Natur und gleichzeitig Zusatzinformationen – wie im Museum. Umweltbildung mit neuen Medien und trotzdem in der Natur. Dafür könnte ich mir noch viele andere Einsatzmöglichkeiten vorstellen. Zum Beispiel Pflanzen- oder Vogelrufbestimmung per Iphone (geht bei Musik doch auch), Schadstoff-Mess-Stationen, die Belastungswerte weitergeben (kann ich hier schwimmen, wie viel Feinstaub ist in der Luft), Straßen, die Autos vor Krötenwanderungen warnen, Brutgebiete die um Ruhe bitten, interaktive Guides, die die regionale Tierwelt erklären…

Ist das dann gut, weil Natur auch für die Handygeneration aufgearbeitet wird und die auch mal rausgelockt werden, oder schlecht, weil man Natur eigentlich direkt genießen und erfahren sollte?

Spot “Gefährliche Brandung”

Die BUNDJugend hat sich des Themas der Klimaflüchtlinge angenommen und flankiert ihre Offline-Aktivitäten (z.B. auf der Bonner Klimakonferenz) auch mit einer, wie ich finde, recht gut gemachten Online-Kampagne.

Unter dem Titel “Gefährliche Brandung” (jetzt nicht an Surfer denken) kann man auf einer Mini-Site in ansprechendem Layout eigentlich das Übliche machen: Petition unterschreiben, Freunde Informieren, Spenden und Nachlesen, was ich selbst tun kann.  Das Herausstechende ist allerdings der kleine Spot, der auf die Kampagne aufmerksam macht:

Wie ich finde, eine kreative und gelungene Art, um die Hintergründe einer Kampagne zu erklären.
Auch nett: auf der Startseite findet sich ein Bild, wo für jede Petition ein kleiner Klimaflüchtling hinzukommt.

Plastiki

Man nehme ein Boot aus Plastikflaschen und Recycling-Produkten, baue ein Floß, inszeniere das Vorhaben als Abenteuer im Stil der großen Entdecker und fahre damit von San Francisco nach Sydney (das wird dann im Sommer 2009 passieren). Warum?

Through this audacious and bold adventure The Plastiki aims to draw attention to the rethinking of our everyday human fingerprints on the natural world and in turn capturing the world’s imagination by telling a story; that of the pioneering and sustainable design process that created and built The Plastiki, to the oceans and the many challenges it and its inhabitants face. (Plastiki Website)

Bin gespannt drauf, gerade wo ja Plastik auch ein (im wahrsten Sinne des Wortes) riesiges Problem in den Weltmeeren ist. Hier noch der Hintergrund in audiovisuell: