Was wäre wenn das CO2 nicht unsichtbar wäre, sondern etwas, dass wir sehen, fühlen oder riechen könnten, oder ein Lebewesen sogar? Für die Kommunikation wäre dies sicher gut, sucht man hier doch immer nach Bildern, die Emotionen wecken. Stattdessen müssen wir hier den Umweg gehen über Temperaturkurven, Szenarien, vielleicht mal ein Stürmchen oder ein qualmender Schornstein:
… dies ist zumindest so, wenn man die Grenzen der Realität respektiert. In der Welt, die in diesem Spot gezeigt wird, ist das CO2 sehr lebendig und besitzt Eigenschaften, die man einerseits mit bösen Menschen (schubsen, Kinder “ärgern”) und andererseits mit Schädlingen (schnelle Vermehrung) assoziiert. Ein Cocktail aus schlechten Eigenschaften also, mit denen CO2 den Menschen das Leben schwer macht. Die Bürger werden so lange gepiesakt bis sich Widerstand formiert und dem CO2 recht gnadenlos den Kampf ansagt.
Lustig, wenn man diese Art von Humor mag. Der Spot ist im dokumentarischen Stil gemacht und bricht damit durch die lebenden, etwas albernen CO2 Figuren. Der zweite Bruch geschieht, als die Auseinandersetzung mit den CO2-Männchen unerwartet gewalttätig wird.
Die Message könnte vielleicht sein: “Menschheit vereine dich im Kampf gegen den Klimawandel”. Wobei dabei natürlich die lynchmobartige Form des gemeinsamen Vorgehens etwas fraglich ist. Daher ist der Spot vor allem dazu zu verstehen, Aufmerksamkeit zu erzeugen und ist mir allemal lieber als die nächste niedlich gemachte Erklärung zu den Mechanismen des Klimawandels. Website zum Film: Game Over CO2