Monatsarchiv für August 2009

 
 

Wissenschaft in Zeiten des Klimawandels

Der Klimawandel ist ein gesellschaftliches Problem. Spätestens seit dem IPCC und Al Gore ist scheint es klar zu sein, dass die Industriegesellschaft durch den Ausstoß von Treibhausgasen zum Klimwandel beiträgt. So werden auf unterschiedlichsten Ebenen Anstrengungen unternommen, um den den Ausstoß von CO2 und Co. zu reduzieren (Mitigation) und sich gleichzeitig den Änderungen anzupassen (Adaption).

Der Klimawandel ist auch ein wissenschaftliches Konstrukt. Mit der Hilfe von Messungen, Simulationen und Modellrechnungen treffen Wissenschaftler Aussagen über die Zukunft. Da der Klimawandel aber auch eben auch ein globales Risiko darstellt, sind Wissenschaftler gefragt, ihr Wissen der Gesellschaft bereit zu stellen um dieses Problem anzugehen.

Die Probleme die daraus erwachsen, werden in einem Artikel von Hans von Storch diskutiert, der hier frei verfügbar ist.  Er beschreibt die mitunter schwierige Rolle von Klimawissenschaftlern, die Ansprüchcn von Politik, Medien und Zivilgesellschaft ausgesetzt sind. Das naturwissenschaftliche Konstrukt des Klimawandels konkurriert hier mit kulturellen Konstrukten, gleichzeitig laufen Wissenschaftler Gefahr, von Vertretern gesellschaftlicher Interessen instrumentalisiert zu werden.

Wichtig erscheint mir hierbei die Erkenntnis, dass z.B. ein Klimaforscher über Expertenwissen im Klimabereich verfügt, aber in anderen Bereichen ein Laie ist. Das soll nicht heißen, dass ein Klimaforscher im Elfenbeinturm lebt und vollkommen weltfremd ist. Aber er ist in anderen Bereichen eben kein Wissenschaftler oder erfahrener Praktiker. Daher braucht es für die Analyse und Interpretation der wissenschaftlichen Ergebnisse des Klimawandels einen transdisziplinären Ansatz, der unterschiedliche wissenschaftliche Disziplinen und auch Akteure außerhalb der Wissenschaft einbezieht.

Life Light TV(-Shopping)

Heute bin ich über das LOHAS-Blog auf  “Life Light TV” gestoßen. Dort begrüßte man mich mit einem Video, wo ein Moderator in Jeans und T-Shirt etwas über Steinmeier, Arbeitslose und den Klimawandel erzählt. Im Hintergrund eine halbdurchsichtige Wand mit wechselnder Beleuchtung die in mir 80ies-Assoziationen weckt (komischerweise musste ich an Running Man denken). Das Zweite Video stellt das spezielle Angebot vor, eine Kiste mit Öko-Süßigkeiten.

Die Aufmachung wirkt etwas hölzern und irgendwie “corny“, aber mit etwas langem Atem könnte sich da vielleicht ein gewisses Kultpotential entwickeln. Außerdem scheint das Ganze noch im Beta Stadium zu sein – viele Kategorien sind noch leer. Die Idee mit dem Shoppingfernsehen finde ich jedenfalls ganz cool und ich werde das mal verfolgen – ob es jeden Tag eine neue Begrüßung gibt?