Wissenschaft in Zeiten des Klimawandels
Der Klimawandel ist ein gesellschaftliches Problem. Spätestens seit dem IPCC und Al Gore ist scheint es klar zu sein, dass die Industriegesellschaft durch den Ausstoß von Treibhausgasen zum Klimwandel beiträgt. So werden auf unterschiedlichsten Ebenen Anstrengungen unternommen, um den den Ausstoß von CO2 und Co. zu reduzieren (Mitigation) und sich gleichzeitig den Änderungen anzupassen (Adaption).
Der Klimawandel ist auch ein wissenschaftliches Konstrukt. Mit der Hilfe von Messungen, Simulationen und Modellrechnungen treffen Wissenschaftler Aussagen über die Zukunft. Da der Klimawandel aber auch eben auch ein globales Risiko darstellt, sind Wissenschaftler gefragt, ihr Wissen der Gesellschaft bereit zu stellen um dieses Problem anzugehen.
Die Probleme die daraus erwachsen, werden in einem Artikel von Hans von Storch diskutiert, der hier frei verfügbar ist. Er beschreibt die mitunter schwierige Rolle von Klimawissenschaftlern, die Ansprüchcn von Politik, Medien und Zivilgesellschaft ausgesetzt sind. Das naturwissenschaftliche Konstrukt des Klimawandels konkurriert hier mit kulturellen Konstrukten, gleichzeitig laufen Wissenschaftler Gefahr, von Vertretern gesellschaftlicher Interessen instrumentalisiert zu werden.
Wichtig erscheint mir hierbei die Erkenntnis, dass z.B. ein Klimaforscher über Expertenwissen im Klimabereich verfügt, aber in anderen Bereichen ein Laie ist. Das soll nicht heißen, dass ein Klimaforscher im Elfenbeinturm lebt und vollkommen weltfremd ist. Aber er ist in anderen Bereichen eben kein Wissenschaftler oder erfahrener Praktiker. Daher braucht es für die Analyse und Interpretation der wissenschaftlichen Ergebnisse des Klimawandels einen transdisziplinären Ansatz, der unterschiedliche wissenschaftliche Disziplinen und auch Akteure außerhalb der Wissenschaft einbezieht.

