ist eigentlich nicht ganz richtig, sollte man wohl doch eher von einer Art (abgespeckten) Augmented Reality. sprechen. Der Traum von virtuellen Parallelwelten a la Gibson und Matrix wird zwar vielleicht noch irgendwie bei Second Life weitergeträumt, aber mit dem mobilen Internet und GPS verschneidet sich die Realität zunehmend mit der virtuellen Welt. Vor kurzem haben ja mobile Applikationen von sich reden gemacht, die andere Menschen in unserer Nähe vor-auswählen, damit man nicht Zeit mit Leuten verschwendet, mit denen man nichts gemeinsam hat. Und in der Werbung sieht man ja auch schon mal, dass man etwas sieht (meistens natürlich ein Produkt), mit dem Handy draufzeigt und zusätzliche Informationen bekommt.
Nun gibt es so etwas Ähnliches für den Klimawandel. Beim Jungfrau Klimaguide leiht man sich ein Iphone mit spezieller Applikation und GPS und begibt sich auf eine von sieben Routen. Ist man an bestimmten Stationen angekommen gibts vom Iphone Bilder, Videos oder was zum Hören. Ganz ähnlich auch der Feldberg-Hosentaschenranger. So bekommt man Natur und gleichzeitig Zusatzinformationen – wie im Museum. Umweltbildung mit neuen Medien und trotzdem in der Natur. Dafür könnte ich mir noch viele andere Einsatzmöglichkeiten vorstellen. Zum Beispiel Pflanzen- oder Vogelrufbestimmung per Iphone (geht bei Musik doch auch), Schadstoff-Mess-Stationen, die Belastungswerte weitergeben (kann ich hier schwimmen, wie viel Feinstaub ist in der Luft), Straßen, die Autos vor Krötenwanderungen warnen, Brutgebiete die um Ruhe bitten, interaktive Guides, die die regionale Tierwelt erklären…
Ist das dann gut, weil Natur auch für die Handygeneration aufgearbeitet wird und die auch mal rausgelockt werden, oder schlecht, weil man Natur eigentlich direkt genießen und erfahren sollte?