Letzten Donnerstag war ich zum ersten mal auf der SocialBar in HH. In der Location “Projekthaus” war eine nette (Apfel-)bar hergerichtet und es kamen Leute aus unterschiedlichsten Kontexten, wohl auch da die Socialbar mit dem Utopia-Stammtisch zusammengelegt wurde (dazu gleich noch mehr).
Nach einer Vorstellungsrunde ging es mit Jens Hoffmann los, der über Netsquared sprach, eine Initiative zur Zusammenarbeit von Netzexperten und Non-Profits. Für mein “professionelles” Interesse auf jeden Fall der spannendste Beitrag. Ich habe eine Portion Optimismus mitgenommen, dass Non-Profits sozusagen “von Haus aus” schon so viel über Community wissen, dass Social Media wie geschaffen für sie ist.
Danach gabs eine (sehr engagierte und umfassende) Einführung ins Cradle-to-cradle Prinzip von Sebastian Becker (EPEA). Kam mir aus dem Umweltmanagement-Bereich schon irgendwie bekannt vor, aber was noch mal deutlich wurde, ist der grundlegende Unterschied von diesem Kreislauf-Ansatz zu Reduzierungs-Ansätzen. Während bei der Reduzierung auf größtmögliche Effizienz gesetzt wird um in die Nähe von “Zero Emissions” zu kommen, geht es bei cradle-to-cradle darum, die Öko-Effektivität zu erhöhen. Interessant war auch das Prinzip, nicht in Produkten wie Autos oder Waschmaschinen zu denken, sondern in Mobilität und sauberer Kleidung. Ein solches Umdenken dürfte auch eine neue Definition von Besitz erfordern. Ich habe mal auf der Website gestöbert und gesehen, dass es einen Film geben wird! Cool! Wann? Ob die Statisten brauchen…
Die Vorstellung von Biobob habe ich dann leider verpasst, weil ich mich vor der Tür verquatscht habe
Danach haben wir Playrethink gespielt (YouTube-Video-Anleitung) und ein ungemein praktisches Leitersystem (statt Leiter in “Aufsteigen” denken
) entworfen…
Insgesamt ein guter Abend, der fast etwas zu kurz war. Aber man muss ja auch nicht alle Leute auf einmal kennenlernen. Vom Konzept her war ich über die Utopia-Stammtisch-Fusion zuerst etwas skeptisch, da dachte, dass vielleicht der Web-Bezug (“Die dezentral organisierten Socialbar-Treffen setzen thematisch den Fokus auf die Potentiale des Internets.“) etwas verloren gehen könnte. Aber die Utopisten sind ja auch im Web zu Hause und ich habe das als Bereicherung empfunden, man muss wahrscheinlich nur etwas drauf achten, dass es zum Teil auch unterschiedliche Interessen gibt. Bin schon gespannt auf den nächsten Termin. Wo gibts eigentlich die Fotos?