Wechsel zu Linux
Endlich, mein Rechner läuft mit Ubuntu!
Verluste bisher: Citavi (aber vielleicht nur im Koma und noch zu retten)
Jetzt kann ich mich wieder der Nachhaltigkeit widmen…
Endlich, mein Rechner läuft mit Ubuntu!
Verluste bisher: Citavi (aber vielleicht nur im Koma und noch zu retten)
Jetzt kann ich mich wieder der Nachhaltigkeit widmen…
Ich bin ja ein großer Fan von Animationsfilmen und der hier ist auf jeden Fall sehenswert:
Wake Up, Freak Out – then Get a Grip from Leo Murray on Vimeo.
Warum? Er fällt mir durch seine Dringlichkeit auf, mit der er ein Szenario zeichnet, in dem durch klimawandelbedingte Migrationsbewegungen soziale Unruhen auf globaler Ebene entstehen, die durch den Überfluss von Waffen auf der Welt noch verstärkt werden. Ich weiß, man soll ja eigentlich keine Katastrophenszenarien heraufbeschwören und so, aber manchmal sollte man sicheben klar machen, dass es nicht einfach nur “etwas wärmer” wird durch den Klimawandel und auch dass nicht immer Win-Win-Situationen gefunden werden können.
Also, Filme für die Erde, ich würde den Film empfehlen.
Das Internet war ja besonders in seinen Anfängen geprägt von großen Hoffnungen auf eine demokratischere Gesellschaft. Unter Begriffen wie Cyberdemokratie, elektronische Demokratie oder E-Democracy ging es darum, das politische System offener und effizienter zu machen bis hin zu Vorstellungen von einem vollkommen neuen und freien Informations- und Kommunikationsraum. Dann kam die Kommerzialisierung, der Dot-Com Crash und nun schließlich das Web 2.0, wo viele alte Hoffnungen wieder aufleben zumal sich das Internet (bzw. WWW) nun wirklich als Massenphänomen durchgesetzt hat.
Die Konsequenzen kennen wir: Tausende Menschen bevölkern Community-Plattformen wie StudiVZ, MySpace, Wer-kennt-wen, Orkut, facebook, oder in Richtung Nachhaltigkeit z.B. Utopia. Die Nutzung erfolgt aus unterschiedlichsten Motiven, aber in jedem Fall entsteht durch die Nutzer Content und sie hinterlassen persönliche Informationen.
Im Gegensatz zu früheren Communities bewegen die Nutzer sich auf diesen Plattformen nicht anonym, unter Pseudonymen, sondern stellen in der Regel reale Informationen bereit. Cyberspace ist nicht so sehr etwas wo man eintaucht und eine andere Rolle annimmt, mit Identitäten experimentiert. Vielmehr verlagert sich das reale Leben ein Stück weit ins Virtuelle. Im Laufe einer solchen Online-Nutzung entstehen Inhalte, Netzwerke und persönliche Daten, deren Erstellung und Pflege viel Zeit und Energie kostet.
Dies wirft zunehmend die Frage danach auf, welche Rechte eigentlich die Nutzer auf diesen Plattformen haben. Hatte man lange Zeit das Gefühl, dieses Kleingedruckte gehöre gewissermaßen dazu und man muss eben bestimmte Rechte abtreten, scheint nun etwas Bewegung in diese Frage zu kommen, wie der Fall von Facebook zeigt: Hier stieß die Änderung der AGBs auf großen Widerstand seitens der Nutzer, woraufhin eine Art der Nutzerbeteiligung bei der Erstellung der AGBs eingeführt wurde (der Fall ist hier zusammengefasst). Eine wissenschaftliche Beurteilung fällt allerdings allerdings eher skeptisch aus. Die Autoren sehen sowohl die Inhalte als auch die (technische und administrative) Umsetzung kritisch. Nichtsdestotrotz ist der Gedanke von demokratisch organisierten Communities in der Welt.
Natürlich bleibt fraglich, ob durch erhöhte Partizipation eine bessere, gerechtere Community entstehen würde (zu den Herausforderungen der Partizipation durch Social Media finde ich die Gedanken hier sehr schön). Vielleicht würden es ja bestimmte Auflagen für Community-Betreiber auch tun. Ich denke jedoch, einen Versuch ist es wert. So könnten vielleicht Frustrationen der Nutzer vermieden werden. Und wer weiß, so ein partizipatives Grundverständnis könnte auch als Vorbild für Online-Aktivitäten von anderen Organisationen dienen.
Was hat das Ganze mit Nachhaltiger Entwicklung zu tun? Na, Partizipation und Nachhaltige Entwicklung gehören eng zusammen. Aber dazu ein andermal mehr.
.. ist ja schon vorbei, ich weiß. Trotzdem soll er kurz erwähnt werden, weniger wegen des Mottos, welches da heißt “Wir sind umweltfit! Wir wollen klug verbrauchen, unserer Erde zuliebe” und ausbuchstabiert wird als “Klimaschutz heißt für uns nicht Verzicht, sondern Effizienz!”. Mir gefiel mehr das Poster und das Resümee plus Bildchen hier, sowie die persönlichen Anmerkungen hier.
Im Newsletter (pdf) zum Tag bin ich über etwas gestolpert, dem ich in Zukunft mehr Aufmerksamkeit widmen werde: Fiction und insbesondere Science Fiction und Nachhaltigkeit.
Ich bin ja ein Fan von Umwelt/Nachhaltigkeits – Filmen und nach dem Hinweis hier habe ich gleich auf der Website des Filmprojekts vorbeigeschaut (nur nebenbei: sieht nach Joomla aus – die mit ihrem favicon). Die beiden FilmemacherInnen haben schon so einiges an dokumentarischen Filmen gedreht und stehen hinter der Produktionsfirma Kernfilm, die sich auch als Plattform für andere Filmemacher versteht.
Zurück zum aktuellen Film, da gibt es nämlich einen Trailer zu sehen (siehe unten). Für meinen Geschmack beginnt das Ganze etwas zu getragen, über die Bedeutung des Wassers. Aber dann lässt eine Fülle von Interviews, vor allem in Frankreich und Deutschland, erahnen, dass hinter diesem Film eine sorgfältige Recherche zu diesem brisanten Thema der Wasserprivatisierung steckt.
Also wer nen Euro übrig hat…
So, re:publica 2009 schon eine kleine Web-Ewigkeit her, die Dokumentation in Bild und Ton lässt Verpasstes nachholen und wer Meinungen sucht, der findet sie zuhauf im WWW. Hier sticht natürlich zuerst die Kritik ins Auge, die sich aber wohl vor allem auf organisatorische Schwächen bezieht (mehr hier) die unter anderem mit dem schnellen Wachstum der jungen Konferenz zusammenhängen und die im nächsten Jahr bestimmt ganz anders angegangen werden. Also “stop bitchin”, schließlich zählen die Inhalte.
“Shift happens”, darum gings in vielen Facetten, manchmal zum Teil etwas unfokussiert in den Diskussionsrunden und im Ablauf, aber das ist ja vielleicht auch schon so eine Facette des Wandels.
Wandel also: Das WWW wuchert, wächst, wird irgendwie alltäglicher, und das so ziemlich überall – Mediatisierung eben. Wir holen es uns, “das Internet”, werden Teil einer multimedialen Read/Write-Culture. Aber das Web dringt auch bei uns ein, es verändert Öffentlichkeit und Privatsphäre, wir müssen Identitäten managen und unsere Profile in Web-Communities könnten sein wie holländische Wohnzimmer ohne Gardinen: Man könnte reinschauen, aber man tut es nicht, wie Jan Schmidt treffend formuliert (slide 22, hier ca. min 11). War früher auch so, könnte man sagen, aber je weiter das Internet in alle Lebensbereiche vordringt, desto deutlicher tritt der Wandel zu Tage und produziert Konflikte. Vor allem im Urheberrecht und Datenschutz. Wir befinden uns in einem Übergang, der alte Institutionen herausfordert und nach einer Gestaltung des Neuen ruft, auch damit unsere Kinder nicht alle als Verbrecher aufwachsen.
Gestaltung also: passiert (bisher) nicht an zentraler Stelle, sondern überall gibt es netzbegeisterte Menschen, die sich dem Wandel stellen. Sei es in der Politik, in der Schule, in der (eigenen) Produktion, als NGO (Aktion Mensch, danke für den Empfang), als Aktivistin oder eben als Joe Blog. Ob in Deutschland, Frankreich oder Afrika, die Entwicklung des Internet ist kritisch, aber sie wird von vielen Seiten angegangen. Für mich war das auf der re:publica eine gelungene Mischung (dickes Lob, sorry wenn pathetisch). Bin perturbiert, im positiven Sinne.
Ich sitze in der Kalkscheune und so langsam kehrt hier ein bisschen Feierabendstimmung ein. Letzte Gespräche, erste Verabschiedungen, Nachzügler machen sich ein re:publica T-Shirt (die Aufgabe: “re:” steht schon drauf und man darf Text hinzufügen der dann live gedruckt wird – re:silient war da mein mehr oder weniger kreativer Einfall). Auch wir werden uns gleich wohl so langsam auf den Weg machen, werden gemütlich am Reichstagsufer vorbei Richtung Hauptbahnhof schlendern und die Berlin-Reise mit einem Döner ausklingen lassen.
Im Moment bin ich einfach ziemlich erschlagen von den vielen Eindrücken. Mitgenommen habe ich ziemlich viel zu Urheberrecht, eine absolut beeindruckende Präsentation von Lawrence Lessig, bei der die Slides sekundengenau mit dem Vortrag abgestimmt waren und die so schnell gewechselt haben, dass die in konstanter Bewegung sind.
Die (doch schon ältere) Frage nach dem Verhältnis zwischen Journalismus und Blogs kam wieder auf, aber hier kann ich leider kein richtiges Fazit ziehen, hatte eher das Gefühl, das Thema ist noch nicht so richtig weiter (auch wenn ich aus wissenschaftlichen Artikeln bisher das Gefühl hatte, man habe sich da allgemein auf eine Ergänzung oder komplementäre Beziehung zwischen Blogs und Massenmedien eingestellt).
So, weiteres später, von zu Hause….