LebensWert Konferenz in Lüneburg Tag I

Wie schon mal berichtet, findet ab heute hier in Lüneburg an der Leuphana eine Nachhaltigkeits-Konferenz statt.

Heute ging es erst mal mit Registrierung los und die Teilnehmer meines Seminars sind mit Filmkamera, Audio-Recorder und Digicam ausgeschwirrt um darüber zu berichten. Vieles davon wird auf der Website zur Konferenz zu sehen sein.

Erstes Highlight war dann eine Open Space Veranstaltung, ganz entspannt in unserer Sporthalle.

Nach dem Mittag kommen jetzt einige Mitglieder des Rats für Nachhaltige Entwicklung: Prof. Volker Hauff (der Vorsitzende), Prof. Ute Klammer, Angelika Zahrnt.

Ich höre mir die Rede von Prof. Hauff an. Er sagt, dass die Klimakrise nicht halt macht, blos weil wir eine Finanzkrise haben… Danach geht er auf die Geschichte vom Nachhaltigkeitsbegriff ein und schlägt einen Bogen von Carlowitz über einen langen “Tiefschlaf der Nachhaltigkeit” bis zum “neuen Erwachen” in den 70er Jahren,  als soziale Bewegungen und die Wissenschaft (Club of Rome) die Begrenztheit der Ressourcen immer mehr thematisierten. Weiterer Meilensteine waren 72 die Umweltkonferenz in Stockholm, Gründung des IPCC 1988, Brundtland-Kommission (in dem Bericht wurde ja die Bedürfnis-Definition geprägt), Rio 92 (Agenda 21, nationale Nachhaltigkeitsstrategien), Johannesburg 2002.

In Deutschland hat man in der Folge von Rio eine Nachhaltigkeitsstrategie entwickelt. Dazu wurde das Green Cabinet und der Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE), sowie der Beirat für Nachhaltige Entwicklung des Parlaments gegründet.

Weiter ist mir im Gedächtnis geblieben:

  • In den 70ern waren die Treiber von Nachhaltiger Entwicklung vor allem die Wirtschaft und die Zivilgesellschaft. Heute hat sich dies gewandelt, heute sind Unternehmen weitere wichtige Treiber in diese Richtung.
  • Der Stern-Report hat auch die Letzten wachgerüttelt.
  • Gibt es etwas wie ein Grundrecht auf Emissionen (Carbon Justice)? Die CO2-Emissionen pro Kopf müssen sich weltweit angleichen.
  • Die Lösung der Finanzkrise und die Lösung der Klimakrise muss eine gemeinsame sein.

Ganz interessanter Streifzug.

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